Wer gehört zu welcher Karte? Ein Rollenspiel mit S1139
Die Figur mit dem Helm steht neben einer Karte mit Werkzeugen. Das passt auf den ersten Blick. Aber was passiert, wenn daneben plötzlich die Karte mit dem Basketball liegt? Aus einer einfachen Zuordnung kann ein Gespräch werden: Arbeitet die Figur heute auf einer Baustelle, oder hat sie nach Feierabend ein Spiel?
Das 24-teilige Magnetfiguren-Set S1139 bietet dafür zwölf Figuren und zwölf passende Magnetkarten. Acht Figuren stellen Berufe dar, vier gehören zu einer Familie. Für den Einstieg braucht es weder eine fertige Magnetstadt noch ein großes Bauwerk. Ein freier Platz auf dem Tisch und eine kleine Auswahl reichen aus.
Mit drei Paaren anfangen
Legt zunächst drei gut unterscheidbare Figuren und ihre Karten offen hin. Das Kind wählt eine Figur und sucht das passende Motiv. Fragt anschließend, woran es die Verbindung erkannt hat: an der Kleidung, einem Werkzeug oder dem Bild auf der Karte. So bleibt die Aufmerksamkeit bei den sichtbaren Einzelheiten, statt nur möglichst schnell alle Paare zu finden.
Im Set sind unter anderem Astronaut, Feuerwehr, Polizei, Lehrkraft, Basketball, Baustelle, Medizin und Landwirtschaft vertreten. Ihr könnt mit Rollen beginnen, die dem Kind aus dem Alltag bekannt sind. Eine unbekannte Figur lässt sich später hinzufügen. Es ist nicht nötig, gleich zu Beginn alle Berufsbezeichnungen richtig benennen zu können.
Wenn drei Paare übersichtlich bleiben, nehmt weitere hinzu. Wird die Auswahl zu groß, legt einige Karten wieder beiseite. Die kleine Runde soll Raum zum Erzählen lassen. Ein Kind, das aus einem einzigen Paar schon eine lange Geschichte macht, braucht nicht sofort die nächste Aufgabe.
Die Karte zeigt den Anlass für einen Besuch
Wählt nun eine Familienfigur als Besucherin oder Besucher. Sie geht zu einer Berufsfigur und hat eine Frage oder eine Bitte. Vielleicht möchte sie wissen, wie ein Haus entsteht, oder sie sucht jemanden für ein gemeinsames Basketballspiel. Die Karte markiert den Ort, an dem die Begegnung stattfindet.
Lasst die Figuren miteinander sprechen. Ein kurzer Satz genügt als Anfang: „Was machst du hier?“ Danach entscheidet das Kind, wie es weitergeht. Erwachsene können eine zweite Rolle übernehmen und auf die Antwort eingehen. So entsteht ein Wechselspiel, ohne dass die ganze Handlung vorher festgelegt werden muss.
Die vier Familienfiguren sind als Vater, Mutter, Junge und Mädchen gestaltet. Im Spiel dürfen sie eigene Namen bekommen. Auch die Berufsfiguren können mehr als nur arbeiten: Sie besuchen Freunde, machen eine Pause oder gehen zu einer Feier. Dadurch bleibt die Geschichte offen und hängt nicht dauerhaft an einer einzigen Karte.
Ein absichtlicher Tausch bringt Bewegung hinein
Tauscht zwei Karten und schaut gemeinsam, was nun anders ist. Die Feuerwehrfigur steht beim Bauernhofmotiv, die Figur aus der Landwirtschaft neben dem Feuerlöscher. Zuerst könnt ihr die ursprünglichen Paare wiederherstellen. Danach probiert die andere Möglichkeit: Welche Geschichte erklärt diese ungewöhnliche Begegnung?
Vielleicht besucht die Feuerwehr den Hof, um etwas zu zeigen. Vielleicht hilft jemand beim Aufräumen einer Wache. Es geht nicht darum, eine falsche Zuordnung plötzlich als Sachwissen zu vermitteln. Benennt kurz das ursprüngliche Paar und gebt den Figuren anschließend eine frei erfundene Aufgabe. So bleiben Zuordnung und Fantasie im Spiel gut unterscheidbar.
Aus einzelnen Orten wird eine kleine Stadt
Wer bereits eine Magnetlandschaft gebaut hat, kann die Karten als Treffpunkte daneben auslegen. Eine Karte wird zur Schule, eine andere zur Baustelle. Lasst zwischen den Orten Platz, damit sich die Figuren bewegen können. Die Stadt muss nicht aus vollständig geschlossenen Häusern bestehen; oft erzählen zwei markierte Plätze schon genug.
Wenn Straßen im Mittelpunkt stehen sollen, bietet das separate 48-teilige Straßen-Set S1142 einen anderen Einstieg. Es enthält 38 Mini-Straßenplatten, acht bedruckte Verkehrswürfel, eine Polizeifigur und ein abnehmbares Polizeiauto. S1139 konzentriert sich dagegen auf die größere Auswahl an Rollen und passenden Karten. Entscheidend ist, ob euer nächstes Spiel eher von Begegnungen oder vom Straßenbau leben soll.
S1139 ist ab drei Jahren empfohlen. Wählt eine übersichtliche Spielfläche und behaltet die kleinen Teile gemeinsam im Blick. Zum Abschluss kann jede Figur zu ihrer ursprünglichen Karte zurückkehren. Oder ihr lasst ein ungewöhnliches Paar für morgen bereitliegen: Dann beginnt die nächste Geschichte bereits mit einer Frage.