Vom Muster zum Modell: drei Bauversuche mit S1136

Vom Muster zum Modell: drei Bauversuche mit S1136

Vom Muster zum Modell: drei Bauversuche mit S1136

Ein flaches Muster und ein kleines Bauwerk können dieselbe Idee zeigen, obwohl sie völlig unterschiedlich aussehen. Genau daraus lässt sich mit S1136 ein spannender Bauabend machen: Erst entsteht ein Bild, dann ein Modell, und am Ende erklärt jemand, welche Teile der ursprünglichen Idee erhalten geblieben sind. Das gemischte Set bietet dafür farbige Blöcke und transparente Magnetplatten, die sich auf unterschiedliche Weise einsetzen lassen.

Ein Motiv auswählen, das einfach bleibt

Das 3-in-1-Set S1136 verbindet Magnetplatten und Magnetblöcke und wird mit Anleitung und Metalldose angeboten. Auf den Produktbildern sind sowohl flache Figuren aus farbigen Teilen als auch räumliche Konstruktionen zu sehen. Für den ersten Versuch lohnt sich ein kleines Motiv: ein Haus, ein Baum oder ein Tier mit deutlich erkennbarem Körper. Je einfacher die Ausgangsidee, desto leichter lässt sie sich später verändern.

Legt zunächst gemeinsam fest, welche zwei Merkmale unbedingt dazugehören. Bei einem Haus könnten das ein breiter Körper und ein spitzes Dach sein. Bei einem Tier vielleicht ein langer Körper und ein kurzer Kopf. Diese Merkmale sind hilfreicher als eine genaue Vorlage, die nur kopiert werden soll. Sie geben dem Kind eine Richtung, lassen aber mehrere Lösungen offen. Das fertige Bild muss deshalb nicht so aussehen wie das eines Erwachsenen.

Versuch eins: Die Idee flach legen

Beginnt auf einer ebenen Fläche und legt die Teile nebeneinander. Verwendet zunächst nur wenige Farben, damit die Form gut erkennbar bleibt. Ein quadratischer Bereich kann den Hauskörper darstellen, ein Dreieck das Dach. Wer lieber mit den farbigen Blöcken arbeitet, kann die Silhouette in kleinen Schritten zusammensetzen. Dabei darf ein Teil mehrfach umziehen, bevor sein Platz feststeht.

Ein zweites Kind oder ein Erwachsener schaut erst danach auf das Motiv und beschreibt, was er erkennt. Die Frage lautet nicht, ob die Figur richtig gebaut wurde. Interessanter ist, welches Detail die Idee sichtbar macht. Wird das Haus erst durch das Dach erkennbar, ist dieses Dreieck ein wichtiges Merkmal. Diese Beobachtung nimmt man in den nächsten Versuch mit, ohne das gesamte Muster unverändert übernehmen zu müssen.

Versuch zwei: Eine Seite aufstellen

Jetzt wird aus dem Bild ein niedriger Bau. Stellt eine Seite auf und prüft, wie sie stehen bleibt, bevor weitere Teile dazukommen. Die transparenten Platten können eine Wand oder ein Dach andeuten; die Blöcke können daneben einen klaren Körper bilden. Probiert die Verbindungen mit den vorhandenen Teilen aus und baut zunächst breit. Ein niedriges Modell lässt sich leichter drehen und von mehreren Seiten betrachten.

Vergleicht anschließend die flache Vorlage mit dem Modell. Welche Farbe ist noch an derselben Stelle? Welche Form musste ersetzt werden? Vielleicht braucht das Haus kein geschlossenes Dach, damit man es erkennt. Vielleicht genügt eine einzelne Dreiecksform über einer Wand. Solche Entscheidungen machen den Unterschied zwischen bloßem Stapeln und bewusstem Gestalten. Ein nicht passendes Teil ist dabei kein Rückschritt, sondern ein Hinweis auf eine andere mögliche Lösung.

Versuch drei: Die Idee jemand anderem erklären

Beim dritten Durchgang übernimmt eine andere Person den Bau, während das Kind nur beschreibt. Die Beschreibung sollte mit den wichtigsten Merkmalen beginnen: unten breit, oben spitz, vorne eine Öffnung. Erst danach kommen Farben oder kleine Einzelheiten hinzu. So zeigt sich, ob die Idee verständlich ist, ohne dass jede Bewegung vorgemacht werden muss. Anschließend werden die Rollen getauscht.

Für Kinder, die vor allem mit flächigen Wänden und Dächern experimentieren möchten, ist das 40-teilige Magnetplatten-Set S1100 eine passende Alternative zum gemischten Ansatz. Es konzentriert sich auf Magnetplatten in klassischen Farben. S1136 ist dagegen interessant, wenn unterschiedliche Arten von Bauteilen selbst Teil des Spiels sein sollen. Die Entscheidung hängt deshalb eher vom gewünschten Baugefühl ab als von einer möglichst großen Zahl auf der Verpackung.

Zum Abschluss legt ihr die drei Ergebnisse nebeneinander, soweit noch Teile verfügbar sind, oder beschreibt die Unterschiede nacheinander. Ein Bild kann sehr deutlich sein, obwohl es flach bleibt. Ein Modell kann räumlich wirken, obwohl es nur wenige Wände hat. In der Metalldose von S1136 lässt sich das Material anschließend wieder sammeln. Für die nächste Runde genügt eine neue Ausgangsidee; die drei Versuche bleiben vertraut und geben dem gemeinsamen Bauen einen ruhigen Rhythmus.