Ein Fenster, zwei Ansichten: Licht entdecken mit S1108

Ein Fenster, zwei Ansichten: Licht entdecken mit S1108

Ein Fenster, zwei Ansichten: Licht entdecken mit S1108

Ein kleines Fenster kann beim Bauen interessanter sein als der höchste Turm. Mit dem Burgkidz S1108 lassen sich farbige Flächen so anordnen, dass ein Motiv von vorne anders wirkt als von hinten oder vor einem hellen Hintergrund. Dafür braucht es keinen aufwendigen Aufbau. Eine niedrige Wand, etwas Tageslicht und die Bereitschaft, einzelne Teile immer wieder zu tauschen, reichen für einen abwechslungsreichen Baunachmittag.

Erst eine kleine Fläche bauen

Das 40-teilige Magnetplatten-Set S1108 in klassischen Edelsteinfarben enthält transparente, farbige Platten und wird in einer Metalldose angeboten. Auf den Produktbildern sind quadratische und dreieckige Formen zu sehen. Die kräftigen Farben machen bereits eine flache Anordnung interessant. Beginnt mit einer kleinen Fläche auf dem Tisch, statt sofort eine geschlossene Burg zu bauen. So bleibt gut sichtbar, welche Farbe neben welcher liegt und wo noch eine andere Form passen könnte.

Eine einfache Aufgabe lautet: Baut ein Fenster für ein erfundenes Haus. Es kann unten breit und oben spitz sein oder auf einer Seite eine andere Farbe tragen. Ein Kind entscheidet über die Form, ein anderes über die Reihenfolge der Farben. Falls ihr alleine baut, könnt ihr diese beiden Aufgaben nacheinander übernehmen. Wichtig ist zunächst nur, dass das Fenster eine erkennbare Gestalt bekommt. Es muss weder vollständig symmetrisch sein noch einem Modell auf der Verpackung entsprechen.

Den Hintergrund wechseln und genau hinsehen

Betrachtet die Fläche vor einem hellen Blatt Papier und danach vor einer dunkleren Unterlage. Die Farben und die sichtbaren Kanten können dabei unterschiedlich auffallen. Fragt nicht sofort, welche Ansicht schöner ist. Interessanter ist die konkrete Beobachtung: Welche Stelle erkennst du zuerst? Wo siehst du die Begrenzung besonders deutlich? Welche Platte wirkt jetzt heller? So bleibt das Gespräch bei dem, was tatsächlich vor euch liegt, statt auf eine vorgegebene Antwort hinauszulaufen.

Ihr könnt das Fenster auch in der Nähe eines hellen Raums betrachten, ohne es auf eine schmale Fensterbank zu stellen. Ein stabiler Tisch bietet mehr Platz zum Umbauen. Dreht die Anordnung vorsichtig oder setzt sie flach neu zusammen, wenn das Halten unpraktisch wird. Das Motiv darf sich verändern. Die Übung besteht gerade darin, mehrere Ansichten derselben Idee zu entdecken, ohne dafür jedes Mal ein völlig neues Bauwerk anzufangen.

Aus dem Fenster wird ein kleiner Raum

Wenn die flache Gestaltung gefällt, ergänzt seitliche Wände und versucht einen niedrigen, offenen Raum. Lasst eine Seite zugänglich, damit ihr das Fenster auch von innen betrachten könnt. Für ein Dach muss nicht sofort Material reserviert werden. Eine offene Oberseite erleichtert das Greifen und erlaubt, einzelne Farben zu wechseln, ohne den ganzen Aufbau auseinanderzunehmen. Wird eine Wand wackelig, verkürzt sie zunächst oder verändert die Grundform, bevor ihr weitere Teile darüber setzt.

Gebt dem Raum nun eine Aufgabe. Vielleicht ist es eine Leseecke für eine erfundene Figur oder ein Aussichtspunkt über einem gezeichneten Garten. Legt bei Bedarf ein eigenes Blatt mit einem Gartenmotiv daneben; es gehört dann zu eurer Spielidee und nicht zum Set. Ändert nur eine Fensterplatte und betrachtet den Raum erneut. Manchmal reicht diese kleine Veränderung, damit eine andere Ecke Aufmerksamkeit bekommt. Genau das macht einen überschaubaren Aufbau für wiederholtes Ausprobieren geeignet.

Durchsichtige Farben oder ruhige Flächen wählen

S1108 passt zu Kindern, die gerne durch farbige Flächen schauen und unterschiedliche Ansichten ausprobieren. Wenn beim Bauen eher die ruhige Farbverteilung und eine klare äußere Form im Mittelpunkt stehen sollen, ist das 40-teilige Set S1126 in einfarbigen Macaronfarben eine Alternative. Beide Angebote haben vierzig Teile, setzen optisch aber unterschiedliche Schwerpunkte. Für die Auswahl hilft deshalb die Frage, was am letzten Bauwerk besonders lange interessant blieb: der Blick hindurch oder die Anordnung seiner farbigen Flächen.

Zum Abschluss könnt ihr das Lieblingsfenster wieder flach auf den Tisch legen und seine Farbfolge beschreiben. Das ist eine kleine Erinnerung für den nächsten Aufbau, ohne dass das ganze Zimmer stehen bleiben muss. Sortiert die Teile danach zurück in die Dose. Beim nächsten Mal lässt sich dieselbe Form mit einer anderen Farbverteilung versuchen. So entsteht aus einem einzigen Fenstermotiv eine Reihe eigener Entwürfe, bei der jede Veränderung sichtbar bleibt und jedes Kind seine Entscheidung erklären kann.