Morandi oder Macaron: zwei Farbwelten für kleine Bauwerke
Manchmal steht die Bauidee schon fest, bevor die Dose geöffnet wird: ein kleines Haus, ein Tier oder ein Muster aus Dreiecken. Die Farben entscheiden dann mit, wie das fertige Bild wirkt. Bei Burgkidz bieten S1127 und S1126 zwei unterschiedliche Farbwelten für solche Projekte. Beide Sets enthalten 40 Magnetplatten. S1127 trägt das Farbthema Morandi, S1126 setzt auf Macarontöne. Wer zwischen ihnen wählt, kann deshalb zuerst an die gewünschte Bildwirkung denken und muss die Entscheidung nicht an einer unterschiedlichen Teilezahl festmachen.
Erst auf die Farbwirkung schauen
Das Morandi-Set S1127 zeigt in seinen Produktbildern eine Mischung aus gedeckteren Blau-, Rosa-, Grün- und hellen Tönen. Die Platten wirken als farbige Flächen; ihre Formen bleiben auch in kleinen Aufbauten gut erkennbar. Für ein Tier können beispielsweise eine Farbe für den Körper und eine zweite für Flügel oder Füße gewählt werden. So bekommt die Figur eine klare Gliederung, ohne dass jedes einzelne Teil eine neue Farbe einführen muss.
Beim Macaron-Set S1126 steht die sanfte, freundliche Farbwelt im Vordergrund. Die praktische Frage beim Aussuchen lautet deshalb: Welche Töne möchte das Kind beim Bauen immer wieder vor sich sehen? Ein Blick auf die Produktbilder hilft dabei mehr als die Vorstellung, eine bestimmte Farbpalette müsse automatisch für ein bestimmtes Bauwerk verwendet werden. Ein Haus kann in beiden Farbwelten entstehen. Entscheidend ist, welche Kombination den eigenen Vorstellungen näherkommt und Lust auf den nächsten Aufbau macht.
Eine kleine Farbprobe vor dem ersten Haus
Für den Einstieg müssen die Platten noch nicht aufrecht stehen. Legt zunächst eine Reihe aus wenigen Formen auf eine freie Fläche. Wählt eine Grundfarbe und ergänzt nur eine zweite. Danach darf ein einzelnes Teil in einer weiteren Farbe dazukommen. Dieses Teil kann die Tür, die Spitze eines Turms oder das Auge eines erfundenen Tiers darstellen. Die kleine Aufgabe macht sichtbar, wie stark ein einzelner Farbakzent ein sonst ruhiges Muster verändern kann.
Anschließend bleibt die Form gleich, während die Farben neu verteilt werden. Die Tür wandert also nicht an eine andere Stelle; nur ihre Farbe ändert sich. Das ist besonders interessant, wenn zwei Kinder gemeinsam auswählen. Eines kann eine Kombination legen, das andere dieselbe Form mit einer anderen Verteilung nachbauen oder umlegen. So wird aus dem Vergleich kein Wettbewerb um das größere Bauwerk. Beide beschäftigen sich mit derselben überschaubaren Aufgabe und können erklären, welche Stelle ihnen jeweils zuerst auffällt.
Vom flachen Muster zum kleinen Bauwerk
Ist eine Farbkombination gefunden, kann sie in einen niedrigen Aufbau übernommen werden. Beginnt mit einer breiten Grundfläche und ergänzt die Wände nach und nach. Die Farbe, die vorher die Tür markiert hat, bleibt auch jetzt an dieser Stelle. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen dem gelegten Bild und dem räumlichen Modell. Wenn beim Aufstellen etwas nicht hält, lässt sich zuerst die Form verändern, ohne die ganze Farbidee aufzugeben.
Die Produktbilder von S1127 zeigen unter anderem gebaute Figuren und kleine Formen mit dreieckigen sowie quadratischen Platten. Daraus lässt sich eine einfache Spielidee entwickeln: Ein Tier bekommt ein farbig abgesetztes Merkmal, etwa einen Flügel oder einen langen Schwanz. Danach wird nur dieses Merkmal verändert. Aus derselben Grundfigur kann so etwas Neues werden. Es muss nicht jedes Mal ein vollständiger Neuaufbau sein, damit die nächste Runde interessant bleibt.
Welche Dose passt in den Alltag?
S1127 und S1126 haben dieselben angegebenen Verpackungsmaße von 19,3 × 13,5 × 1,7 cm und werden jeweils in einer Metalldose angeboten. Beide enthalten 40 Platten sowie eine Anleitung. Damit ist die Farbwahl tatsächlich ein wesentlicher Unterschied beim Vergleichen dieser beiden Modelle. Wer vor allem eine kompakte Beschäftigung für eine freie Tischfläche sucht, kann daher das bevorzugte Farbbild in den Mittelpunkt stellen, statt sich zwischen einer großen und einer kleinen Teilemenge entscheiden zu müssen.
Für eine kurze Spielrunde lohnt es sich, nur einen Teil der Platten auszulegen und den Rest in der Dose zu lassen. Dann bleibt Platz für das eigentliche Bauwerk. Vor dem Einräumen kann das Kind eine Lieblingskombination noch einmal flach hinlegen: zwei Wandfarben, eine Dachfarbe und ein Akzent. Diese kleine Auswahl ist beim nächsten Öffnen ein guter Anfang. Die Sets werden für Kinder ab drei Jahren beschrieben; beim gemeinsamen Bauen kann die Aufgabe einfach an die Erfahrung des Kindes angepasst werden.
Die Entscheidung zwischen Morandi und Macaron muss also keine komplizierte Materialfrage werden. Beide Modelle bieten einen überschaubaren Vorrat für kleine Formen und eigene Farbkombinationen. Ein Kind möchte vielleicht mehrere kräftiger unterscheidbare Flächen nebeneinander sehen, ein anderes bevorzugt eine möglichst sanfte Zusammenstellung. Am überzeugendsten ist die Wahl, bei der schon beim Betrachten der Bilder eine konkrete Idee entsteht: Dieses Dach, diese Flügel oder genau diese kleine Tür möchte ich als Nächstes bauen.